Anleger Goldanleihen aufgepasst
Aktuell wurde vom Bundesfinanzministerium festgelegt, dass Anleger für Edelmetall Anleihen für die Erträge auch Abgeltungssteuer bezahlen dürfen. Darüber wurde ja seid Mitte 2009 oft diskutiert, ob Kursgewinne auf diese Inhaberschuldverschreibungen, die ja mit physischem Gold hinterlegt sind und mit einem Lieferanspruch verbunden sind, nicht unter die Abgeltungssteuer fallen könnten.
Ankauf und Verkauf physisches Gold
Wird von Anlegern physisches Gold ( oder Silber ) direkt gekauft und verkauft, so ist nach einer Haltefrist von über 1 Jahr keine Abgeltungssteuer auf den möglichen Gewinn zu zahlen.
Xetra-Gold Käufer
Nur Anleger, die die Goldanleihen noch vor 2009 geordert haben, fallen nicht unter die Abgeltungssteuerpflicht. Ab dem 1.1.2009 gekaufte Anteile sind allerdings voll betroffen. Die entsprechenden Firmen wollen eventuell Klage einreichen, jedoch mit geringer Erfolgsaussicht.
Gold Direktkauf attraktiv
Aus Sicht der Besteuerung ist daher der Direktkauf von Gold und Silber attraktiver als dazugehörige Papiere. Kursgewinne bei physischem Edelmetall fallen nicht unter die Abgeltungssteuer, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens 1 Jahr liegt.
Allerdings heisst das auch, dass ein möglicher Verlust, Verkauf nach Kursverlust, nicht mehr geltend gemacht werden kann nach der Spekulationsfrist.
Innerhalb der Jahresfrist gilt die Versteuerung mit dem individuellen Steuersatz, ein Verlust wäre dann absetzbar von möglichen Gewinnen.
Jährlich werden die Beitragsbemessungsgrenzen angepasst
Jedes Jahr erfahren die Bundesbürger von der dynamischen Anpassung, Erhöhung auf Englisch, der Beitragsbemessungsgrenzen. Dabei werden für die Krankenversicherung, für die Pflegeversicherung, für die Rentenversicherung und für die Arbeitslosenversicherung zum 1.Januar des laufenden Jahres an die Einkommensentwicklung angepasst.
Krankenversicherungspflichtgrenze
Für das Jahr 2010 gelten dann statt der 48.600 Euro aus dem Jahre 2009 49.950 Euro, auch monatlich 112,00 Euro mehr. Angestellte und Arbeiter Müssen sich bis zum monatlichen Bruttoverdienst von 4162,50 Euro pflichtversichern bei der gesetzlichen Krankenkasse. Will jemand in die Private Krankenkasse, so braucht er einen Bruttoverdienst von 49.950 Euro jährlich.
Ein Wechsel war bisher nur möglich, wenn er diesen Verdienst über 3 Jahre hinweg gehabt hat. Aber daran scheint sich aktuell etwas zu ändern.
Beitragsbemessungsgrenze Krankenkasse und Pflegeversicherung
Da gelten für das Jahr 2010 45.000 Euro, nach 44.100 im Jahr 2009. Auch 75 Euro mehr, jetzt mit 3750,00 Euro pro Monat monatlich. Diese Grenze hat nichts zu tun mit der Krankenversicherungspflichtgrenze.
Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse werden ja prozentual vom Bruttoverdienst berechnet. Maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze, wenn auch diese ansteigt, so steigt damit auch der Versicherungsbeitrag Für diejenigen, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen gehaltlich. Die Gahaltsempfänger über der Schallmauer sind die freiwillig Versicherten.
Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung
2010 wurden für die alten Bundesländer 66.000 Euro und für die neuen Bundesländer 55.800 Euro Bruttojahresgehalt festgelegt. So wird der Höchstbetrag für die gesetzliche Rentenversicherung, die ja auch prozentual vom Bruttolohn abgezogen wird, festgelegt. Verdient man auch immer über der Beitragbemessungsgrenze, so ist trotzdem nur der maximale Gehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze rentenversichert.
2010 praktisch mit steigenden Sozialausgaben
100 Euro mehr bei der Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung, mal den jeweiligen prozentalen Beitragsanteil und aus den 75 Euro monatlich bei den Krankenkasse und Pflegeversicherung, das schon mal sind die steigenden Basiskosten, ohne dass. eine der Versicherungen ihre Prozentforderungen erhöht hat.
Alle Jahre wieder … aber dynamisch!
Bald den gläsernen Bankkunden ?
Nun liegt der EU ein Abkommen mit Amerika vor, in dem der Zugriff auf Bankdaten der EU Bürger erlauben wird. Die Innenminister der EU haben darüber abgestimmt. So könnten US Fahnder die Daten nach möglichen Terroristen durchleuchten. Das Abkommen gilt ab dem 1.Februar 2010 für 9 Monate, danach soll über die Dauerhaftigkeit verhandelt werden.
Finanzdienstleister SWIFT
Der in Belgien ansässige Finanzdienstleister SWIFT, Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications, bearbeitet täglich um die 15 Millionen Transaktionen. Dazu gehören auch die bekannten Standartüberweisungen der Bürger diesen Landes. Auf dem Überweisungsträger findet man ja die Bezeichnungen Swift-Code und BIC-Code.
Wer also eine Auslandsüberweisung macht, könnte so rein theoretisch für die Kontrolleure interesssant werden, denn das System liefert dann den Namen des Absenders und auch des Empfängers, deren Kontodaten und auch den vermerkten Verwendungszweck weiter. Diese Daten sollen dann für 5 Jahre in den USA gespeichert und auch eventuell ausgewertet werden.
Allerdings werden die Sepa Überweisungen ( Single Euro Payments Area ) zwischen den europäischen Ländern, bsp. von Deutschland nach Italien oder Frankreich nicht erfasst. Diese Art der Überweisung kennt man an der Iban-Nummer und der Bic-Nummer. Iban ist die internationale Kontonummer und Bic die internationale Bankleitzahl.
Datenauswertung
Die USA sagt zu, keine Daten an Drittländer zu geben. Auch das Abfischen von Kontodaten im großen Stil ist nicht erlaubt. Zweck soll alleinig der Bekämfung des Terrorismus dienen.
Mögliche Kritik am Abkommen
In der Regel wird der Bundesbürger nicht erfahren, ob seine Daten ausgewertet werden. Die Bundesregierung will aber einen Passus in den Vertrag setzen lassen, nachdem der Betroffene ein Klagerecht hat, nur wie soll das dann geschehen ??
Der Bundesdatenschutzbeauftragte sieht einen massiven Eingriff ins Grundrecht !
und insbesondere stösst die Eile auf : Der EU-Beschluss wurde einen ( ! ) Tag vor dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages durchgepeitscht. Nach dem EU Reformvertrag hätten die einzelnen Volksvertreter ein Mitspracherecht.
Aber in 9 Monaten kann das Europaparlament an einer neuen Fassung mitarbeiten.
Wie bei allen Datenauswertungen besteht immer das Dilemma zwischen der Souveränität und dem Schutz der persönlichen Daten gegen einen Schutz vor angstbesetzten Themen eines Staates und eventuell seiner Bürger, Themen wie Terrorismus, wie Steuerflicht, wie Sozialmissbrauch und mehr.
Goldhausse setzt sich fort
Der Edelmetallpreis von steigt über 1090 Dollar. Anfang November 2009 hat der Goldpreis wieder eine neue Rekordmarke erkämpft, die Feinunze Gold – das sind 31,10 Gramm Gold, kostete in London das erste Mal über 1095 Dollar.
Der alte Höchstpreis, das Allzeithoch, lag bei 1087 Dollar.
Gründe für den steigenden Goldpreis
Das ist einerseits der momentan laufende Wertverlust des Dollars. Da das Edelmetall Gold in der US-Währung gehandelt wird, wird das Gold für den Käufer in einer anderen Währung günstiger.
Dazu haben momentan die Anleger wieder mal verstärkt Angst vor einer drohenden Inflation uns lässt diese so in den " sicheren Hafen " Goldkauf flüchten. Bei Gold beisst sich ja die Geldentwertung die Zähne aus.
Allerdings muss man als Käufer bei den derzeit hohen Preisen jederzeit mit einer möglicherweise stärker ausfallenden Korrektur rechnen.
Notenbanken aus Schwellenländern
Der internationale Währungsfond hat letztens um die 200 Tonnen Gold nach Indien verkauft. Es wird auch darüber spekuliert, dass der IWF weitere 200 Tonnen an die chinesische Notenbank verkaufen könnte.
Nachfrage nach Goldschmuck
Eine konjunkturelle Erholung, gepaart mit einer wachsenden Unsicherheit über eine Rückkehr der Inflation, könnte vor allen Dingen in asiatischen Ländern, an erster Stelle Indien, zu einem ansteigenden Bedarf an Gold führen. Diese ganzen Annahmen und Spekulationen könnten schon im Jahre 2010 zu einem Goldpreis von bis zu 1250 Euro pro Unze führen.
Mal schauen, was die Zeit bringt. Kein finanzieller Hellseher kann allerdings so etwas mit einer 100 prozentigen Sicherheit vorhersehen !
Eine Wegzugssteuer auch in Deutschland ?
Letztens konnte man in der Presse lesen, dass die Wegzugssteuer rechtens ist. Da stellte sich für mich doch die Frage, was ist den die Wegzugssteuer ?
Ja, die Wegzugssteuer gilt in Deutschland wieder seid dem Jahre 2006. Mit ihr bekommt das Finanzamt Zugriff auf die Wertsteigerung von Firmenanteilen, wenn man als Besitzer umzieht ins Ausland, sprich auswandert.
Es betrifft momentan also eher den Unternehmer, allerdings jegliche Art, vom Grossunternehmer mit zum Kleinen ??
Brüssel hat nun den Druck gegen die deutsche Wegzugsbesteuerung schon in der zweiten Stufe eingeläutet. Es würde dem europäischen Recht der Freizügigkeit innerhalb der Union widersprechen.
Grund ist, dass bei einem Wegzug aus Deutschland unter ganz bestimmten Bedingungen auf den Wertzuwachs aus einer Unternehmensbeteiligung Einkommenssteuer zu zahlen ist. Dies gilt sogar auch, wenn sie die Beteiligung nicht veräußert wird.
Wegzugssteuer in Amerika
In den USA gibt es seid Mitte 2008 ein Gesetz, dass alle Personen, die die amerikanische Staatsbürgerschaft aufgeben und auswandern – dies gilt aber auch für alle Ausländer, die einen Wohnsitz in den USA haben und in ihre alte Heimat rückübersiedeln wollen – eine Wegzugssteuer bezahlen. Behält man den amerikanischen Pass, so bleibt man weltweit sowieso steuerpflichtig in den USA.
Europa und die Wegzugssteuer
Der fiktive Veräußerungsgewinn wird also mit der Wegzugsbesteuerung bei Wegzug ins Ausland besteuert. Dies wird in den europäischen Ländern unterschiedlich gehandhabt. Die Unternehmensanteile müssen erheblich sein ( in Deutschland beispielsweise gilt die 1% Grenze ). Es sollen dabei die sogenannten stillen Reserven erfasst werden.
Ist eine Risikolebensversicherung ein Pflichtschutz ?
Eine reine Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz. Diese preiswerte Absicherung dient dem Hinterbliebenenschutz. Die Risiko – Lebensversicherung ist ein Pflichtschutz für diejenigen, die für ihre Kinder, ihre Ehepartner oder Lebenspartner Vorsorge betreiben wollen.
Gerade eine junge Familie eventuell mit einem neuen und unbezahlten Wohneigentum, bei der der Hauptverdiener ausfällt, stehen sonst oft vor dem Nichts.
Was kann eine Risikolebensversicherung nicht ?
Die Risikolebensversicherung ist keine Kapitalanlage, es werden keine Beiträge angespart. Nur wenn die versicherte Person stirbt, wird die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Mischformen aus einer Lebensversicherung und einer Risikolebensversicherung sind meist nicht so ideal.
Je älter ein Mensch ist, umso seltener kommt diese Versicherung infrage, einerseits, weil die Beiträge teurer werden, andererseits ist schon ein gewisses Vorsorgekapital vorhanden.
Unterschiedliche Beitragshöhen einer Risikolebensversicherung
Einfluss auf die Beitragshöhe der versicherten Person haben das Alter, das Geschlecht – Frauen sind erheblich günstiger versichert – , die Vertragslaufzeit, der Beruf, das risikoreichere Hobby, ob Raucher oder Nichtraucher, ja, bis hin zu Provisionen und Gebühren der Vermittler. Einen ersten Überblick verschaffen so besser die online Angebote zur Risikolebensversicherung.
Die Höhe der Versicherungssumme
Eine Familie mit kleineren Kindern sollte mindestens den fünffachen Brutto-Jahresverdienst veranschlagen. Verbindlichkeiten wie den Immobilienkauf sollten immer abgedeckt sein.
Risikolebensversicherung und Steuer
Vorsorgeaufwendungen werden als Sonderausgaben anerkannt, aber nur im Rahmen des Sonderausgabenhöchstbeitrags.
Wird eine Versicherung ausbezahlt, so fällt darauf keine Einkommenssteuer an, allerdings schlägt die Erbschaftssteuer zu. Dies also mit einplanen.
Als möglicher Weg, der Erbschaftssteuer zu entkommen, mag folgendes Vorgehen helfen: Der Bezugsberechtigte und der Versicherungsnehmer sind eine Person, die die Versicherungsbeiträge für seinen Partner bezahlt. So zahlt er quasi seine eigene Absicherung im Todesfall seines Partners.
Was ist eine Inflation ?
Unter einer Inflation versteht man den andauernden und signifikanten Anstieg des Preisniveaus. Das Austauschverhältnis von Geld zu allen Gütern verändert sich, man braucht mehr Geld, um ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Dies läuft also zu Lasten des Geldes statt und damit ist auch der Sparer und Anleger betroffen. Häufig wird schon die Ausweitung der Geldmenge als Inflation bezeichnet und die Preiserhöhungen nur als deren Folge.
Im Gegensatz dazu steht die Deflation. Hier handelt es sich um eine starke Abnahme der Geldmenge und gleichzeitig eine starke Abnahme der Nachfrage nach Produkten wie auch nach Dienstleistungen. Dabei werden vom Nachfrager weiter sinkende Preise erwartet, er verschiebt also die Nachfrage, weil er weiter sinkende Preise erwartet. Wegen der gesunkenen Nachfrage sinken nun auch die Preise und auch die Investitionen gehen zurück, die Spirale der Deflation.
Grund für Inflation ?
Wegen der derzeitigen Wirtschaftskrise werden von vielen Staaten eine Vielzahl von Eingriffen getätigt, um diese Krise möglichst schnell zu beenden. Natürlich kosten diese Eingriffe viel Geld. Der Staat nimmt Geld auf, die Staatsverschuldung steigt teiweise ins unermessliche und unvorstellbare und die Geldmenge wird enorm ausgeweitet.
Was erwarten die Wirtschaftsexperten ?
Die Lager der Ökonomen ist zwiegespalten. Dies kann man las Anleger und Verbraucher täglich in der Presse mitverfolgen. Das größere Lager sieht momentan eher eine deflationäre Tendenz. Die größere Geldmenge ist beim Verbraucher noch nicht angekommen. Der weitaus größere Teil schlummert noch innerhalb des Bankenwesens.
Aber ab kommenden Jahr 2010 dürften die Preise stark anziehen ( Inflation ) . Verhindern könnte dies die Politik, wenn sie es schafft, die Geldmenge wieder sehr stark zu reduzieren, denn ist viel Geld im Umlauf, dann steigen die Preise an allen Fronten, die Spirale der Inflation kann beginnen.
Inflation als Risiko bei der Geldanlage
Viel Anleger haben mittlerweile die Abgeltungssteuer in ihre Überlegungen bei der Geldanlage mit einbezogen, doch das mögliche Risiko eine Geldentwertung ( Inflation ) wurde noch nicht erfasst.
Sehen wir uns die Renditeverluste mal genauer an. Die Kapitalanlage bringt 6 Prozent Zinsen. Runden wir die Abgeltungssteuer auf ein Drittel, so bleibt nach dem Abzug der Steuern noch 4 Prozent von den 6 Prozent Zinsen. Nehmen wir jetzt eine Inflationsrate von 5 % an, was durchaus zu erwarten ist, so sehen wir auf einmal einen realen Kaufwertverlust von 1 Prozent.
Bei höheren Inflationsraten steigt der Kaufwertverlust weiter an.
Anlageschutz bei Inflation
Traditionell ist die Anlage in Sachwerte, wenn man eine hohe Inflation fürchten muss. Einer der Klassiker ist hier die Anlage in Gold, Goldmünzen, Goldbarren oder auch in neue Finanzprodukte in Gold. Diese Themen wurden hier auf " Privatier " schon ausgiebig durchleuchtet. Wichtigste Überlegeung dabei, ist das Finanzprodukt auch mit physischem Gold unterlegt ! Und, das Gold kann auch unabhängig von einer Inflation agieren.
Ein weiterer Klassiker ist die Anlage in Immobilien. Hier ist wichtig Lage, Lage, Lage ! Hohe Kapitalbindung und mögliches Verkaufsrisiko. Bei steigender Inflation steigen auch die Unterhaltspreise !
Geschützte Geldanlage bei Inflation ?
Die Inflationsanleihe wird als grosse Alternative gehandelt. Doch was ist eine Inflationsanleihe ? Hier : Inflationsgeschützte Anleihe
Schützt die Inflationsanleihe bei einer Inflation ?
In letzter Zeit werden von den Banken wieder neue Finanzkonstruktionen in den Markt gebracht. Auf den ersten Blick klingen die Anleihen mit Inflationsschutz gut, oder ?
Wenn die Inflation kommt, würden normale Anleihen auf jeden Fall geldwertmässig verlieren. 7% Inflation und 5 % Rendite, ein Horrorszenario für jeden Anleger !
Inflationsanleihen ähneln sich in ihrer Grundkonstruktion, aber auch nur da, man muss schon genauer hinsehen. Grundsätzlich ist der erste Blick auf die Bonität des Emittenten zu richten. Geht dieser pleite, dann ist das ganze Geld schon mal weg.
Inflationsgeschützte Anleihe des Bundes
Wenn man dem Bund bonitätsmässig glaubt, dann gilt der nächste Blick auf die Länge der Anlagedauer und auf die Rendite. Bei der inflationsgeschützten Anleihe ist die Rückzahlung der Anleihe mit dem Faktor 1 in Verhältnis zur Inflation ausgestattet. Ist die Inflationsrate 7 %, so erhält der Kunde einen Ausgleich von 107 %.
So wird mit der Inflationsanleihe der Kaufwertverlust 1 : 1 ausgeglichen. De Haken liegt hier allerdings beim Faktor 1 :1, wird die Abgeltungssteuer auf den Gewinn und/oder auf die Rendite gelegt, so wird doch ein realer Kaufkraftverlust eingefahren.
Bankenangebot Inflationsanleihe
Mit etwas Suchen kann man hier Inflationsanleihen mit einem Faktor über 1 : 1 entdecken. Im ersten Jahr ist ein fester Zinscoupon vereinbart. Im Folgejahr wird die Zinszahlung je nach Inflationsrate auch mal verdoppelt.
Eine Inflationsrate von 7 % führt dann beim Faktor 1 : 2 zu einer Auszahlung von 114 %. Hiervon die Abgeltungssteuer abgezogen, stellt sich kein realer Kaufwertverlust mehr ein.
Der Kapitalwert bleibt erhalten, in Zeiten wie diesen – Inflation ? Wirtschaftskrise ? – ist der Kapitalerhalt bei gleichzeitigem flexiblen Investment schon seine Gedanken wert.
Traum von 5 Prozent Zinsen beim Tagesgeld dürften ausgeträumt sein
Anleger dürften bald die 2 Prozent Hürde beim Tagesgeld-Zins von unten sehen. Daher sollte der konservative Bankkunde, der bisher wegen der Nichtanlage in Aktien, Fonds oder Zertifikaten zu den Anlage Gewinnern zählte, die noch guten Zinsen auf das Festgeld nutzen und absichern. Dabei sollte man den Tagesgeldvergleich im Internet nutzen!
Warum sollte der Anleger die Garantie Angebote gerade jetzt mitnehmen ?
Die EZB hat die Leitzinsen in den letzten 6 Monaten um 2,25 Prozent auf nunmehr 2 Prozent gesenkt. Die Banken können sich also kurzfristig für diese 2 % Geld leihen. Momentan liegt der durchschnittliche Tagesgeld Zins noch gut darüber !
Es ist aber schon erschreckend für den zukünftigen Anleger, wenn man von dem Zinsertrag bei 2 % die derzeitige Inflationsrate von 0,9 Prozent und die Abgeltungssteuer abzieht, da liegt dann auf einmal die Rendite bei schlappen 0,5 Prozent. Aber eventuell besser, wie die möglichen Kursverluste bei der Aktienanlage.
Bei ausländischen Banken aber gründlich die Hinweise zur Einlagensicherung lesen ! Festgeldanlagen für 6 Monate oder 1 Jahr wären also für den Anleger, der sein Geld in den nächsten Monaten nicht braucht, eine mögliche Alternative, um die Zinsen zu sichern.
Übrigens, das Anlegen von einem Tagesgeldkonto, ob direkt bei einer Bank oder auch online ist schnell gemacht; und es lohnt sich obendrein. Nicht vergessen sollte man auch die Anmeldung des Sparerfreibetrags auf die zu erwartenden Zinseinnahmen.
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Ein Ausblick der Deutschen Rentenversicherung Bund zum Alterseinkommen
Das Rentenniveau wird speziell bei Männern sinken, so der Blick in die Zukunft. Beispielsweise wird für Männer der Geburtsjahrgänge 1957 bis 1961 das Netto Alterseinkommen im Bereich alte Bundesländer im Vergleich zu den momentanen Neurentnern um die 6 Prozent sinken.
Das erschreckende dabei ist das Netto-Alterseinkommen, dahinter versteckt sich nicht die normale gesetzliche Rente, sondern auch alle Einkünfte neben der Rente wie Betriebsrente, Rürup Rente, Altersvorsorge Sparmodelle usw. , also obwohl schon privat zusätzlich vorgesorgt wurde.
Das durchschnittliche Alterseinkommen aktuell
Vor Steuern haben Männer der Jahrgänge 1942 bis 1946 durchschnittlich 1700 Euro pro Monat. Für die Ende 50er Jahre geborenen kann man mit knapp 1600 Euro rechnen, wohlgemerkt, nicht von der Rentenversicherung, sondern insgesamt mit der privaten Vorsorge oder Betriebsrente, falls man so etwas machen konnte. Dies alles trotz steigender Ausgaben.
Gründe für diesen Rückgang beim Alterseinkommen
" Schuld " sind die Rentenreformen der letzten Jahre. Viele rentensteigernde Ansprüche sind für die Zukunft weggefallen. So beispielsweise die Anrechnungs von Hochschulzeiten. Ein erreichen einer Lebensarbeitszeit des Eckrentners von 45 Jahren wird für viele nicht mehr erreichbar sein.
Anzahl der Renter oder Ruheständler
In der Auswertung zum Juli 2008 findet man in Deutschland 30,3 Millionen Rentner bzw. Rentnerinnen. 24,8 Millionen Renten wurden ausbezahlt, das kommt daher, dass es auch Ruheständler mit zwei Renten gibt, wie die Witwen. Überschlagen sind das 5 Millionen Personen.
Die Rentenausgabe betrug rund 240 Milliarden Euro. So kann man sich die Durchschnittrenten ausrechnen.
Was ist eigentlich eine Insolvenz ?
Immer häufiger hört oder liest man etwas darüber, dass eine Firma in Insolvenz gehen muss. Davon sind kleine und grosse Unternehmen betroffen. Der Begriff Insolvenz kommt aus dem lateinischen. Er bedeutet " nicht lösen könnend ", im übertragenen Sinne, den Schuldschein nicht einlösend könnend. Umgangssprachlich spricht man auch vom Konkurs eines Unternehmens. In Österreich oder auch in der Schweiz ist dieser Begriff auch im Insolvenzrecht so festgelegt. in Deutschland nicht.
Das Insolvenzrecht
Hierbei geht es um die Rechte des Gläubigers gegenüber dem Schuldner. Der Gläubiger ist derjenige, der das Geld, die Leistung usw. in gutem Glauben dem Gegenüber gegeben hat, im Glauben, dass er dies alles wieder zurückgekommt.
Kann nun der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht nachkommen – Grund kann eine Überschuldung , eine akute Zahlungsunfähigkeit aber auch eine drohende Zahlungsunfähigkeit sein – so kann die Insolvenz angemeldet werden und es kommt zu einem Insolvenzverfahren.
Sinn eines Insolvenzverfahrens
Im laufenden Insolvenzverfahren sollen vom Insolvenzverwalter wieder geordnete Verhältnisse angestrebt werden. Das kann bedeuten, dass die Firma wieder zahlungsfähig wird, dass die Schulden anders aufgeteilt werden bis dahin, dass sich die Gläubiger darauf einlassen, auf einen Teil des Geldes zu verzichten, um überhaupt etwas zu bekommen.
Ist das Insolvenzverfahren dann abgeschlossen, sind normalerweise alle Ansprüche von Gläubigern an den Schuldner verfallen. Ein Unternehmen könnte dann wieder weiterexistieren ohne die Schulden von früher.
Gerade der Mittelstand hat momentan Schwierigkeiten, von der Bank Geld zu bekommen. Die grossen Unternehmen können sich im Bereich der Unternehmensanleihen versorgen.
oder
Die Investmentklasse ETF oder Exchange Traded Funds
Für die ETFs wurde in Amerika um 1990 erst die Zulassung beantragt. Um 1993 wurde der erste erfolgreiche ETF an der American Stock Exchange gelistet und in 2000 startete der ETF-Handel in Deutschland. Um 2004 kamen dann die Gold-ETFs und die Immobilien-ETFs dazu und schon Ende 2007 gab es mehr als 250 ETFs, die man die Deutschland kaufen und verkaufen konnte.
Doch was sind ETFs überhaupt ?
Die ersten Fonds waren früher reine Indexfonds. Für diese Form der Geldanlage (Investmentfonds) ist aber ein Ausgabeaufschlag üblich. So kann ein Wertpapier mit einem sogenannten Agio von 5 % schnell statt dem Wert von 100 Euro 105 Euro kosten. Grund ist, dass das Verwalten dieser Investmentfonds Geld kostet.
ETFs können jederzeit an der Börse wie Aktien gehandelt werden, aber ohne diesen Ausgabeaufschlag. Dies macht den ETF für den Privatanleger daher interessanter. Für den Erwerb an der Börse schlagen so "nur" die Orderprovision und eventuell die Maklercourtage wie beim Aktienhandel zu.
Anlageklassen der ETFs
ETFs gibt es mittlerweile in vielen Anlageklassen, Aktien-ETFs, Rohstoff-ETFs hier momentan insbesondere den Gold ETF, Geldmarkt-ETFs, Anleihen-ETFs, Kreditderivate-ETFs usw.
Nicht zu verwechseln sind die ETFs mit den ETCs !! ETCs sind Exchange Traded Commodities. Beide bilden den zugrundegelegten Index ab. Doch nun kommt das grosse Aber: ETCs sind keine Sondervermögen, sondern Schuldverschreibungen! ETFs tragen im Gegensatz dazu kein Bonitätsrisiko. Da heisst es aus der jüngeren Geschichte zu lernen, weil mit dem Bonitätsrisiko ist ja nicht zu spassen.
Der ETF für den Privatanleger
Bei ETFs kann der Privatanleger auch schon mit kleineren Summen agieren. Je mehr bekannt wird, das die " alten" Indexzertifikate aufgrund der Schuldverschreibung auch das Bonitätsrisiko tragen, umso mehr wird auch der informierte Geldanleger mehr in ETFs umschichten. Gerade ETFs im Rahmen von Sparverträgen für die Altersvorsorge aber auch die Einmalanlage in ETF weiter durchsetzen.
Altbestände an Aktien und Anleihen aufgepasst
Bis Ende letzten Jahres gab es kein wichtigeres Thema wie die Abgeltungssteuer. Nun, seid Anfang Januar 2009 greift die Abgeltungssteuer direkt im Depot zu, einerseits die Dividenden oder Kupons, andererseits bei den Kursgewinnen. Wenigstens fällt dann die viele Schreibarbeit und Sortierarbeit für die Jahressteuererklärung weg !
Die Ausnahme sind aber die Altbestände an Aktien, also vor 2009 erworbene Wertpapiere. Zwar wird hier auch die Dividende durch die Abgeltungssteuer direkt geschmälert, aber für Kursgewinne ( nach der Haltefrist ) greift hier Abgeltungssteuer nicht.
Hier hilft aber nur eine saubere Trennung zwischen Altbeständen an Wertpapieren, denn sonst gilt first-in first out ! Daher empfiehlt auch der Bankenverband ein zweites Depot !
Für Neubestände an Aktien und Anleihen ein Zweitdepot
In ein zweites Depot, bei der selben Bank oder einer anderen neu eingerichtet, trennt dann ganz klar Alt- und Neubestände. So kann jeder Anleger jederzeit entscheiden, ob er lieber aus dem Depot der Neubestände 2009 beispielsweise Aktien verkaufen will, die unanhängig von der Haltedauer unter die Abgeltungssteuer fallen, oder ob er steuerfrei Kursgewinne aus den Altbestände Depot für sich sichert.
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…oder das Spiel mit der Geldmenge
Ja, es ist ein großes Spiel, wie unsere Banken viel mehr aus dem realen Geld machen. Bisher hat es gut funktioniert, aber momentan kommt es gehörig ins Stolpern.
Einerseits gibt es das reale, das wirklich vorhandene Geld in Form von Geldmünzen und Geldscheinen und andererseits gibt es das vituelle Geld, mit dem die Bank aber auch jeder von uns, der ein Girokonto sein eigen nennt, arbeitet.
Wie kann es gehen, dass die Banken es schaffen, das reale Geld mehr als verdreifachen ? Wie hängt das alles zusammen, die Geldmenge, das entsprechende virtuelle Geld, der Wert der gehandelten Waren und der gehandelten Dienstleistungen, die ausgegebenen Kredite, die Sicherheitsreserven der Bank, die Zentralbank und der momentane Kollaps ?
Ich finde, das hat der WDR mit seiner Quarks-Redaktion wunderschön in einem Film dargestellt, das Spiel der Geldvermehrung. Vielleicht lässt sich so für jedermann das Spiel mit der Geldmenge leichter durchschauen, innerhalb von knapp 5 Minuten.
mein Video Tipp : Die wundersame Geldvermehrung
Basistarif der PKV, der privaten KrankenVersicherung bleibt !
Die Privaten Krankenkassen müssen nun weiterhin einen Tarif anbieten zum Preis der gesetzlichen Krankenkassen, den sogenannten Basistarif. Der Basistarif kostet knapp 570 Euro im Monat.
Die Pkv darf dabei nicht mehr kranke und ältere Menschen aus Gründen des Kostenrisikos abweisen. Momentan sind in Deutschland circa 8,6 Millionen Menschen privat krankenversichert. Dabei sind mehr als die Hälfte Beamte. Für Beamte gibt es die spezielle Private Krankenversicherung für Beamte. Für Studenten die Private Krankenversicherung für Studenten.
Allerdings ist die höhere Hürde für mögliche Neukunden geblieben, Arbeitnehmer müssen erst einmal über 3 Jahre hinweg gut 48.000 Euro pro Jahr brutto verdienen, um in eine Private Krankenkasse eintreten zu dürfen.
Für Neukunden kann zukünftig der Wechsler in eine andere Private Krankenversicherung die Altersrückstellung mitnehmen. Bestandskunden haben dafür allerdings nur die nächsten 6 Monate Zeit, um die Versicherung ohne Verlust zu wechseln. Wer das plant, dem habe ich hier eine Liste mit Krankenkassentarife.
Für wen lohnt der Einstieg in die Private Krankenversicherung ?
In erster Linie den Beihilfeempfängern, also den Beamtenanwärtern. Auch Personen, die gut verdienen und denken, dass das so weitergeht. Immerhin muss vorab erst mal die Hürde der Einkommensgrenze für gesetzlich Versicherte genommen werden.
Gut überlegen sollten sich dies mit Unsicherheiten in der künftigen Finanzsituation wie auch Familiensituation. Kommt Nachwuchs, so müssen die Kinder mit Einzelverträgen versichert werden. Auch ein nicht berufstätiger Partner/in müssen einen Einzelvertrag abschliessen. Wenn man aber in jüngeren Jahren allerdings die wirklich günstigen Krankenvollversicherungen ansieht, teilweise mit erheblichen Rückzahlungen bei Nichtgebrauch, da sticht man jede gesetzliche Krankenversicherung. Dabei ist auch der Versicherungsschutz ( Brille, Zähne, Medikamentenwahl ….) eine ungleich bessere.
Wer mal ein kostenloses und unverbindliches Angebot erhalten will, meine Empfehlung hier anzufragen:
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Gesetzliche Einlagensicherung für Sparer verbessert
Es muss ja auch einmal etwas Gutes für die normale Bevölkerung passieren. Bei einer Bankpleite sind die Gelder , wie der Bundesrat jetzt in Berlin zustimmte, ab Juli 2009 eindeutig besser geschützt.
Sparguthaben , Tagesgeld , Festgeld
Sparern mit Einlagen wie Sparguthaben, Tagesgeld und Festgeld werden von der gesetzlichen Einlagensicherung bei einer Bankenpleite bis zu einer Höhe von 50.000 Euro garantiert. Ab 2011 soll sogar eine Haftungsgrenze von 100.000 Euro gelten.
Was mich zum Nachdenken brachte, war einerseits die bisherige Entschädigungsgrenze von 20.000 Euro und vor allen Dingen, dass der Sparer noch ein Zehntel des Verlustes auch noch zu tragen hatte; wer hat das gewusst ? Was so alles im Kleingedruckten steht ! Aber auch dieser Selbstbehalt ist abgeschafft worden.
Ein weiterer Vorteil ist die Zeit, bis zum Juli 2009 konnte sich die Entschädigungseinrichtung bis zu 3 Monate Zeit lassen, zukünftig muss das Guthaben in spätestens 30 Tagen überwiesen werden.. auf eine neue Bank.
Gedanken zur beschlossenen Abwrackprämie für Altautos
Hans-Werner Sinns, Präsident des ifo Institutes hat sich zum volkswirtschaftlichen Nutzen und zum ökologischen Sinn der sogenannten Abwrackprämie gemacht, mit für mich nicht unerwarteten Ergebnissen.
Sind 9 jährige Autos nicht nur der Premium-Klasse Schrott ?
Unfallfrei gefahren, sind Mercedes und BMW auch bis zu 20 Jahren in gutem Zustand. Auch die Golf-Klasse lässt sich bis zu 15 Jahre fahren. Motorenleistungen von bis zu 300.000 km auf der Premium-Klasse sind Dank guter deutscher Wertarbeit keine Seltenheit. Mancher Hersteller soll sogar eine 30jährige Garantie gegen Rostfrass geben!
Wohin gehen momentan Altautos ?
Afrika, Osteuropa und Zentralasien lieben die robuste Bauweise deutscher Wertarbeit. Alleine im Jahre 2006 sind 517.000 Gebrauchtautos zu einem Wert von über 6 Milliarden Euro verkauft worden. Doch nun will die Bundesregierung bis zu 1,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen, um diese Altautos auf dem Schrottplatz entsorgen. Ob so etwas sinnvoll ist und wo der volkswirtschaftliche Nutzen liegen soll, zumal diese 1,5 Milliarden auf Pump genommen werden, und zudem jährlich Zinsen kosten werden, das müsste schon einmal genauer erklärt werden, oder?
Der nicht ganz unbekannte John Maynards Keynes hat diese Vorgehen so beschrieben: Wenn einmal eine Krise doht, so könnte doch der Staat Geldscheine in einer Flasche verstecken und diese dann ganz tief in einem Bergwerk verstecken, noch ordentlich Müll darüber, und dann der privaten Wirtschaft den Auftrag erteilen, nach dieser Flasche zu suchen.
Diesen ironischen Rat hat nun wohl nach vielen gut bezahlten Debatten die Bundesregierung beim Beschluss der Abwrackprämie für sinnvoll erachtet.
Abwrackprämie und die ökologische Effizienz
Die Süddeutsche Zeitung bezifferte die Produktionskosten für einen Golf um die 25.000 Kilowattstundenund für ein Oberklasseauto das doppelte.
Ein aktuelles Golf VI Modell mit 1,4 Liter Hubraum braucht 6,4 Liter Benzin. Bei durchschnittlich 12.000 Kilometer pro Jahr sind das 768 Liter Sprit mit einem CO2 Ausstoss von 1790 Kilogramm. Für die Produktion für diesen Golf unter der Vorraussetzung, dass er 9 Betriebsjahre läuft, werden 1199 Kilogramm CO2 ausgestossen.
Und jetzt beisst sich die Maus, ökologisch gesehen, in den eigenen Schwanz. Der alte Golf hat auch 6,4 Liter Benzin verbraucht. Der Effizienzgewinn der Motorenentwicklung der letzten Jahre ist in die Gewichtszunahme der neuen Fahrzeuge geflossen.
Somit wird an diesem Modell aufgezeigt, dass die Abwrackprämie auch ökologisch gesehen nicht ihren Zweck erfüllt. Anhand weiterer Konstellationen lässt sich dies nachvollziehen. Natürlich wird ein sowieso schrottreifes Auto gerne für 2.500 Euro an den Schrotthändler verkauft werden, aber muss dies die Allgemeinheit bezahlen?
US Präsident Barack Obama will die Auswüchse bremsen
Da in Amerika die Arbeitslosigkeit derzeit rasant ansteigt, können viele Amerikaner ihre überfälligen Rechnungen nicht mehr begleichen. Der Stress-Test bei den amerikanischen Banken deckten enorme Risiken für die US-Banken auf.
Risiko großer Ausfälle bei den Kreditkarten Schulden
Bei den 19 größten Banken Amerikas könnten sich Ausfälle bei den Kreditkarten Schulden bis über 60 Milliarden Euro bis 2010 auftürmen. Einige Auguren rechnen sogar bis 140 Milliarden USD. Für die gesamte Bankenlandschaft sogar bis zu 186 Milliarden USD.
Wo liegt diese Risiko versteckt ?
Wie bei den Hauskrediten wurden die Kreditkarten Risikos auch ausserhalb der Bankenbilanz weitergereicht. Mal schauen, ob diese Bad Papers auch bis Deutschland kamen ? Bekanntlich hatte dieses Vorgehen bei den Hypothekenkrediten für die weltweite Wirtschaftskrise und Finanzkrise auslösend gewirkt.
Amerika und seine Kreditkarte
Üblicherweise hat ein jeder Amerikaner mehrere Kreditkarten. Am Monatsende, wenn der Lohn oder Gehalt ausbezahlt wurde, konnte nur ein Teil der Ausgaben getilgt werden, im Laufe der Zeit entstanden so immer höhere Schuldenberge. Jeder US-Haushalt soll rein rechnerisch 8400 US-Dollar Kreditkarten Schulden haben.
Der frühere Fluchtweg war dann eine weitere Hypothek auf das Haus, denn der Wert stieg jährlich immens an. Dieser Weg ist aber jetzt Dank der Immobilienkrise versperrt.
Gier der Banken
Da schlägt dann die Stunde der gierigen Banken mit Wucherzinsen bis zu 30 Prozent. Dies bricht über kurz oder lang jedem Schuldner das Genick.
Dagegen reichte nun Obama einen Gesetzentwurf ein, um diese Praktiken zu beenden !
Unser Bundeskabinett sorgt sich um kranke Kreditinstitute
Nun sollen die angeschlagenen Kreditinstitute von ihren vergifteten Bilanzen gereinigt werden. Von der Bundesregierung wurde ein " Bad Bank Modell " beschlossen.
Warum brauchen kranke Kreditistitute so ein Bad Bank Modell ?
Im Laufe der Finanzkrise wird durch den Wertverlust dieser besonderen Papiere das Eigenkapital der Bank geringer. Von der Kernkapitalquote hängt aber ab, wieviel Kredit diese Bank überhaupt vergeben darf. Schlimmstenfalls kann bei zu geringer Kernkapitalquote die Bank geschlossen werden. So, wie es in Amerika schon einige Male passiert ist.
Wie funktioniert das Bad Bank Konzept ?
Die angeschlagene Bank gründet eine oder auch mehrere Zweckgesellchaften, die sogenannten Bad Banks. In diese werden die giftigen Wertpapiere ausgelagert. Im Gegenzug erhält die Bank von der Zweckgesellschaft staatlich garantierte Schuldverschreibungen. Richtig gelesen : staatlich garantierte Schuldverschreibungen ! Ein gelungener Bilanztrick. Ob man als Privatmann auch einmal eine Zweckgesellschaft gründen sollte ? Aber wer garantiert dann ?
Vorgehen beim Bilanztrick
Ein Geldinstitut hat 5 Milliarden Euro Schrottpapiere in seiner Bilanz. Zuerst muss die Bank davon 10 % abschreiben, dies drückt den Gewinn. Staatlich beauftragte Wirtschaftsprüfer ermitteln anschliessend den Fundamentalwert, das heisst, was dieses Papier am Ende seiner Laufzeit wert ist.
Liegt dieser Wert beispielsweise bei 2 Milliarden statt der 5 Milliarden abzüglich 10 % = 4,5 Milliarden, so muß die Bank die Differenz von 2,5 Milliarden über die nächsten 20 Jahre ansparen, was wieder zu Lasten der Aktionäre geht.
Sind die Papiere nach 20 Jahren mehr wert, geht der Gewinn zu den Aktionären. Liegt der tatsächliche Erlös geringer, dann haften die Altaktionäre.
Der Steuerzahler wäre also fürs erste geschützt. Gehen die Bad Banks allerdings pleite, dann kommen wegen der Staatsgarantie Milliardenlasten auf den Steuerzahler zu.
Zu guter Letzt !
Natürlich zahlt die Bank Gebühren für die Staatsgarantien. Das werden harte Jahre werden !
Sein Geld in Unternehmensanleihen anlegen, was ist zu beachten ?
Unternehmensanleihen, oder auch Corporate Bonds oder Corporates genannt, sind nichts anderes als Anleihen von Unternehmen aus Deutschland bzw. von internationalen Unternehmen. Gerade größere Unternehmen nutzen diese Form der Geldaufnahme über einen längeren Zeitraum oft lieber als den Gang zur Bank. So wird langfristig Kapital zur Unternehmensfinanzierung aufgenommen.
Da Unternehmensanleihen meist nicht beispielsweise durch Pfandbriefe besichert sind, muss man aber genauer hinsehen, wem man sein Geld anvertraut. Diese Aufgabe haben die Ratingagenturen übernommen, die die Bonität des Unternehmens prüfen. Ratingagenturen wie Standart & Poors bewerten also die Sicherheit für den Kapitalgeber, dass er seine Zinsen und auch sein Kapital wiedersieht. Beispielsweise das Rating AAA wäre eine top-Sicherheit.
Der Kurswert einer Anleihe
Der Kurswert jeglicher Anleihe, ob Unternehmensanleihe oder eine Euro-Anleihe an den Bund wird immer in Prozent vom Nennwert angegeben. Das bedeutet, dass bei 100 Prozent Kurswert der Kurswert auch dem Nennwert entspricht. Der Kurswert schwankt mit dem Marktzinsniveau.
Meist wird die Anleihe zu 100% ausgegeben und zu 100% zurückbezahlt, wenn alles optimal läuft.
Wenn das Zinsniveau genau dem Kuponzins entspricht, liegt die Anleihe bei 100% – ausser es ist mit der Firma hinter der Unternehmensanleihe. Sinkt das Zinsniveau beispielsweise etwas, so wird das Kursniveau über die 100% Marke steigen. Dabei wird auch die Restlaufzeit mitberücksichtigt.
Steigt das Marktzinsniveau, dann wird die Anleihekurs fallen. Ist der momentane Marktzins sehr niedrig, dann kann man bei längeren Laufzeiten einer Anleihe schon mit sinkenden Kurswerten rechnen müssen. Da wäre ein halten der Papiere bis zum Laufzeitende und einer Rückzahlung zu 100 % aus renditegesichtspunkten heraus der bessere Weg.
Rendite bei Unternehmensanleihen
Die Rendite wird direkt vom Rating beeinflusst. Der Emittent, also derjenige, der die Unternehmensanleihe plazieren will, braucht bei einem sehr geringen Bonitätsrisiko nicht so hohe Zinsen zu bezahlen. Prinzipiell ist es wie bei allen Anlagen, eine Diversifikation ist immer angesagt. Je höher das Ausfallrisiko ist, umso höher liegt der Zinssatz. Eine Anleihe über 1000 Euro und einem Zinssatz von 5 % wird jährlich der Zinsbetrag von 50 Euro ausgeschüttet.
Lebenslauf einer Unternehmensanleihe
Die Laufzeit, der Zinssatz und die Tilgung sind die harten Daten. Beispielsweise die Roche Unternehmensanleihe XS0415624716 hat eine Laufzeit bis zum 4.3.2021, einen Kupon, einen Zinssatz von 6,5 % . Wenn man dieses Papier sofort als Neuemission kaufen kann, dann liegt der Ausgabekurs bei 100 Prozent und dem Zinssatz 6,5 Prozent. Nach der Börseneinführung passen sich diese dann schnell dem allgemeinen Marktgeschehen an. So kann bei einem guten Rating wie beispielsweise bei der Roche Holdingsanleihe ( AA-) der Marktwert nach oben bewegen. Bei einem Wert von 109,56 liegt der Ausschüttungsbetrag aber immer noch bei dem Zinssatz 6,5 % aus 100 , so errechnet sich eine Rendite von 5,38 Prozent. Warum ? Zum Laufzeitende werden nur der ursprüngliche Anleihebetrag ( Nominalbetrag )zurückbezahlt.
Risiken einer Unternehmensanleihe
Das Unternehmen geht in Konkurs, die Anleihe kann nicht zurückbezahlt werde. Auch Kursausschläge sind bei dieser langfristigen Geldanlage zu bedenken. Wer komplett durchhält, bei dem spielt das eher eine geringere Rolle, denn Nominalbetrag der corporate bonds , der Kupon – Zinssatz, und die Laufzeit sind ja vorgegeben. Falls man allerdings unter der Zeit verkaufen muss, so würde man auch eine Kursschwankung nach unten verkraften müssen. Kursausschläge nach unten können von einem schlechteren Rating kommen, aber auch die allgemeine Wirtschaftslage, die momentanen Zinssätze ( Zinsänderungsrisiko und Kapitalmarktzinsniveau ), Inflationsängste, der Aktienmarkt, all dies kann seinen Einfluss auf den Wert von Unternehmensanleihen nehmen.