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Privat Krankenversichert und die Einkommenssteuererklärung

 

Das Bürgerentlastungsgesetz und der privat Versicherte

Mit den schönen Bezeichnungen Bürgerentlastungsgesetz und Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen musste der Gesetzgeber den Empfehlungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2008 folgen. Wer seine Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2010 in diesen Tagen bearbeitet, der findet wieder mal ein neues Formular vor, das er ausfüllen sollte, immerhin kann man ja dabei Steuern sparen. Mehr Tipps zum Bürgerentlastungsgesetz.

Diese neue Gesetz gilt für beide Versichertengruppen, den gesetzlich Krankenversicherten wie auch den privat Krankenversicherten. Bei den gesetzlich versicherten wurde meist bereits direkt vom Arbeitgeber diese Vorsorgeaufwändungen bereits miteinberechnet. Daher für viele das “mehr netto vom brutto” bereits in 2010. Für die PKV-Versicherten ist dies nicht passiert, hier muss man selbst Initiativ werden. Man wurde ja von seiner Versicherung angeschrieben, dass man dem Datentransfer zum Finanzamt zustimmt. Ausserdem sollte mittlerweile jeder privat Versicherte von seiner Krankenkasse einen Auszug über seine Zahlungen erhalten haben sowie ein Vorschlag, wo man das ganze in seiner Steuererklärung eintragen muss.

Es werden aber nur Krankenkassenbeiträge gewertet, die einer Basiskrankenversicherung entsprechen, dem sogenannten Basisbeitrag. Die Bescheinigung von der Krankenkasse zeigt also die Basisbeiträge und die darüber hinausgehenden Beträge getrennt an. So gehören Ausgaben für eine Chefarztbehandlung oder das Einbett-Zimmer nicht zum Basisbeitrag. So gesehen wird also gesetzlich Versicherten der gesamte Versicherungsbetrag steuerlich geltend gemacht, bei dem privat Versicherten nur ein gewisser Teil.

Beitragsrückerstattungen werden auf der Bescheinigung extra ausgewiesen ( und auch dem Finanzamt gemeldet ), da diese wieder von dem Basisbeitrag abgezogen werden und somit die steuerliche Abzugsfähigkeit möglicherweise erheblich schmälern. So kann es zukünftig steuerlich gesehen nicht mehr günstiger sein, seine Arztrechnungen bis zur Höhe der Beitragsrückerstattung selbst zu tragen. Die Rechnung sieht heute anders aus.

 

Beitragsrückerstattung aus steuerlicher Sicht

Bisher rechnete der Privatversicherte ja folgendermassen: Die Selbstbeteiligung individuell je nach Krankenversicherungstarif trägt jeder selbst. Beispielsweise 300 Euro. Mögliche Beitragsrückerstattung 500 Euro. So lohnte sich finanziell gesehen, dass man bis zum Betrag von 800 Euro die Aufwändungen für Arzt, Zahnarzt, Medikamente usw. selbst bezahlte.

Jetzt sollte man anders rechnen: Die Beitragsrückerstattung von 500 Euro würde je nach Grenzsteuersatz nehmen wir mal 40 Prozent an steuerlich 200 Euro “bringen”, wenn man die Beitragsrückerstattung nicht annimmt. So wird sich aus steuerlicher Sicht – aber einfach überschlagen berechnet – das selbst Bezahlen von Rechnungen ohne Abrechnung mit der Krankenkasse immer weniger rechnen. Auch könnte eine Umstellung seiner Privaten Krankenasse auf einen Beitragstarif ohne Eigenbeteiligung ins Auge gefasst werden, da ja die obigen 300 Euro auch nirgendwo gegengerechnet werden können.

Für Kinder mit Kindergelderhalt ist im übrigen die Vorsorgeaufwändung Private Krankenkasse nicht in diesem Formular einzutragen sondern im Formblatt der Kinder selbst.

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