Privatier

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Inflation

Inflation ist besondes in Deutschland gefürchtet. Die deutsche Inflation von 1914 bis 1923 steckt noch im mentalen Erbe der Deutschen. Geldentwertung in gemässigter Form begleitet aber auch die Deutschen seid Jahrzehnten. Inflationsraten werden monatlich mitgeteilt.

Inflationsrate und Zinsfalle in einem

Die Hyperinflation von 1923 zeigte die Schnelligkeit des möglichen Preisverfalls. So kostete im Juni 1923 ein Kilogramm Kartoffeln 5000 Reichsmark – doch im Dezember musste man für die gleiche Menge an Kartoffeln bereits 90 Milliarden Reichsmark zahlen.

Dies ist für viele Deutsche retrospektiv, auch wenn sie diese Zeit nicht persönlich mitgemacht haben -  immer noch mit dem Trauma Inflation verbunden. Vor diesem Teufelskreis des Verfalls von monetären Werten herrscht daher auch heute noch die größte Angst, regelrechte Alpträume für Sparer, die es in Deutschland besonders eifrig gibt.

 

Niedrige Inflationsrate und Zinsfalle

 

Beim ersten Blick auf die Inflationsrate von gerade mal 1,2 % – wie das statistische Bundesamt für den April 2013 ermittelte – ja ein freudiges Ergebnis, noch vor Jahren hätte diese Meldung in Sparerkreisen für einen Freudentaumel gereicht. Doch momentan hält die Verzückung über diese Teuerungsrate beim deutschen Sparer nur recht kurz an, nach dem prüfenden Blick auf die momentane festverzinsliche Geldanlage und dann auf den Abzug der Teuerungsrate erkennt man schnell, warum dies so ist!

Momentan sind die festverzinslichen Geldanlagen so mager verzinst, dass sogar die niedere Inflationsrate noch zu einer echten Geldentwertung führt. Bitter! wenn man mit einer halbwegs sicheren Geldanlage nur Geldentwertung erhält.

Steigt die Inflationsrate wieder an, damit ist sicher zu rechnen, weil die niedrige Teuerungsrate vor allem von niedrigen Benzin- und Heizölpreisen bedingt ist, so wird mit jedem Prozentpunkt die Zunahme des Kapitalverlustes für den deutschen Sparer zunehmen.

Ein zunehmend gefährlicher Mechanismus könnte die Folge sein, der Sparer mit Kapitalsverlust-Aversion gibt sein Geld vermehrt in seiner Verzweiflung in risikogetriebenere Anlagen. Raus aus dem Festgeld, rein in die Aktie oder in die Unternehmensanleihe. Staatsanleihen sind ja mittlerweile für viele Teufelszeug, vor allem griechenlandgeschädigte Anleger.

Schon viele Blasen nahmen so ihren Lauf, je mehr Geld in eine andere Geldanlageform fliesst, umso höher muss ja der Preis werden, Nachfrage bestimmt den Preis. Dies kann man ja momentan schön verfolgen bei den Immobilienpreisen.

 

Zentralbank und lockere Geldpolitik

 

Die EZB flutet derzeit die Banken mit großen Geldströmen., man sagt der lockeren Geldpolitik schon von hause aus eine höhere Inflation nach. Doch die Banken bunkern lieber das Geld und wollen wenig billige Kredite geben, was ja eigentlich das Ziel der EZB wäre, die Wirtschaft anzukurbeln.

Und ob die Zentralbank dann, falls die Wirtschaft und amit auch die Inflationsrate kommt, wieder schnellstmöglich die Geldmenge zurückholt, das darf bezweifelt werden. Dann doch lieber etwas bei höherer Inflationsrate genüsslich abwarten, wie die Teuerungsrate als Mittel für einfach-eleganten Abbau des unübersichtlichen Schuldenberges an Fahrt gewinnt.

Wer denkt da schon an den Sparer, der selbst nur an seine Altersversorgung dachte, wenn auch hier die Geldentwertung zuschlägt, auch wenn es nicht so hyperinflationäre Schritte sind wie in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Doch wenn ein Euro auf einmal nur noch 90 oder 80 Cents wert ist, das spürt dann ein jeder.

 

 

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